Babyschlafsack Stiftung Warentest

Babyschlafsäcke im Öko-Test

Den Babyschlafsack hat die Stiftung Warentest bislang nicht getestet, wohl aber die Zeitschrift Ökotest. Dies hat seine Gründe: Funktionell sind die Babyschlafsäcke alle. Sie geben Babys ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit. Kein Baby kann sich im Schlaf freistrampeln. So bleibt der Junior angenehm warm verpackt, ohne ins Schwitzen zu geraten.

Vor allem schützen Schlafsäcke für Babys nachgewiesenermaßen vor dem schrecklichen, angstbesetzten Phänomen Kindstod. Die über den Kopf gezogene Decke kann nämlich zum Hitzestau und zur gefürchteten CO2-Rückatmung führen, die schon zum plötzlichen Kindstod führten. Auch die Gefahr, dass der Junior erstickt, ist unter der konventionellen Babydecke groß. Der Schlafsack mindert, im Sommer wie im Winter, diese Risiken und lässt Babys und Eltern geruhsam schlafen.

Babyschlafsack

Ob mit Ärmeln, mit Matratzenbefestigung oder in der Puck-Form für Strampelkinder: Die Öko-Qualität des Babyschlafsacks muss allerdings stimmen. Ein Babyschlafsack, den die Stiftung Warentest für sehr gut befindet, muss ungefährlich, trageleicht und funktionell sein. Die Stiftung Ökotest testete im Februar 2013 noch mehr: Sie bewertete 14 Baby-Schlafsäckchen marktführender Produzenten auf den im Gewebe enthaltenen Azofarbstoff Anilin sowie Rückstände des Weichmachers Diethylhexyladipat, kurz DHA. Beide Stoffe sind giftig und potenziell Krebs auslösend. Anilin soll außerdem anlagebedingt das gefürchtete ADHS-Syndrom, sprich Hyperaktivität, mit auslösen. Zudem testete Ökotest die Babyschlafsäckchen auf Klemmgefahren durch Reißverschlüsse, ihre Speichel- und Schweiß-Resistenz.

Babyschlafsack Stiftung Warentest
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Babyschlafsäcke geben Babys ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit.

Wenige Schlafsäckchen sind gut, keiner sehr gut

Von Prolana bis Sterntaler: Jeder getestete Babyschlafsack ist niedlich und praktisch. Gute Testnoten erhielten dennoch nur der Alvi-Schlafsack Mäxchen Schutzengel, der Fleece-Schlafsack Leela Cotton und der Julius Zöllner Kuschelschlafsack Struwel. Alvi enthält allerdings schleimhautreizende Stoffe. Bei Leela Cotton kann der nicht verkleidete Seitenreißverschluss die empfindliche Haut des Babys im Halsbereich einklemmen. Auch der Zöllner-Schlafsack erhielt, allerdings unwesentliche Mengen, möglicherweise allergieauslösender Aufheller. So erhielt keines der drei Spitzenmodelle die Note sehr gut. Die Marken-Modelle Pinoccio Biosleep und Jako-O enthielten allergieauslösende Aufheller, krebsverdächtige Aniline und Verbindungen und landeten nur ein befriedigend. Auch der Ikea Torva-Schlafsack und der H & M-Schlafsack enthielten allergieverdächtige Stoffe und landeten nur im Mittelfeld. Das Premium-Modell Sterntaler fiel im Test sogar durch.

Beunruhigte Eltern können ruhiger schlafen, wenn sie ihren neu erworbenen Schlafsack vor dem Gebrauch gründlich waschen. Das mehrfache Maschinenwaschen bei höchstzulässiger Temperatur verringert den Anteil der im Gewebe enthaltenen, reizenden Substanzen. Zudem mag es beruhigen, dass die Grenzwerte für Chemikalien in Kindertextilien in Deutschland sehr hoch angesetzt sind. 20 Schlafsäckchen teilweise derselben Hersteller, die Ökotest bereits 2008 untersuchte, wurden damals noch als weitgehend unbedenklich eingestuft. 16 dieser Modelle waren allerdings ergonomisch nicht sicher, da die Reißverschlüsse zum Hals hin verliefen. Im Kleinkinder-Test rund ums Schlafen, den die Öko-Stiftung im Januar 2015 veröffentlichte, schnitt jetzt einer von drei Test-Schlafsäcken, der von DM, mit gut ab. Die anderen beiden Modelle Easy-Baby und Biosleep von Pinoccio erhielten immerhin ein befriedigend. Und Ikea hat, allerdings wegen Erstickungsgefahr durch lose Kleinteile, den Schlafsack Barnslig zurückgerufen. Es tut sich also etwas.

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