Eigenhändig den Babyschlafsack zu nähen gelingt ganz einfach, lädt man sich eines der kostenlos im Internet zur Verfügung gestellten Schnittmuster herunter. Gut erklärt, anschaulich bebildert und deshalb auch für absolute Näh-Neulinge problemlos umsetzbar, punkten die selbstgeschneiderten Exemplare mit viel Individualität. Und jene beginnt bereits bei der Stoffauswahl. Abhängig davon in welcher Jahreszeit der Schlafbegleiter getragen werden soll, müssen Sie zwischen sommerlich leichten Materialien oder einem kuschelig warmen Winter-Schnittmuster wählen. Modelle für die heiße Jahreszeit sind bestenfalls aus Jersey, Sweat oder Baumwolle. Für die kühlen Monate empfiehlt es sich Plüsch, Fleece oder gar Daunen zu verwenden. Letzterer speziell für die Fütterung des Schlafsacks eingesetzter Stoff ist allerdings nur im Outdoor-Bereich oder innerhalb besonders kalter Räumlichkeiten vertretbar. Herrschen im Kinderzimmer deutlich über 18 Grad Nachttemperatur, führen Daunenfedern zu einer Überhitzung des Körpers. Das Motto, dass viel auch viel hilft wird von diesen extrem warmen Thermo-Schlafsäcken Lügen gestraft.

Anleitung zur Herstellung

Um den Babyschlafsack selber nähen zu können, benötigen Sie circa 1,5 Quadratmeter Stoff für die Außenhülle, etwas weniger für das Innenleben. Druckknöpfe, Reißverschluss, Garn und einige Stecknadeln braucht es ebenso wie eine Nähmaschine. Wer den neuen nächtlichen Wärmespender mit einem Aufnäher ober Bügelbild verzieren möchte, hat diese im Vorfeld zu kaufen. Nun legt der Näher, die Näherin das Schnittmuster auf den Stoff und beginnt mit einem Zusatz von rund einem Zentimeter die Borte abzustecken. Soll der Reißverschluss später auf dem Bauch des Kinder platziert sein, gilt es zu bedenken, dass die Front des Schlafsacks nicht die gleichen Maße haben darf wie der Rücken. Auf jeder Seite vom Reißverschluss müssen 1,5 Zentimeter zugegeben werden, die zu einem für das Baby bequemen Überlappen der Nähte führen. Schließlich soll der Sack ja nicht drücken.

Nächster Schritt beim Babyschlafsack nähen ist das Ausschneiden und Zusammenfügen des Innensacks. Befestigen Sie jenen in lockeren und dehnbaren Stichen auf dem Außenmaterial, nachdem Sie ihn mit der Nähmaschine zu einem ersten, noch recht dünnen Schlafsack vernäht haben. Bestenfalls eignen sich elastische Stiche mit der Zwillingsnadel, da jene das wilde Strampeln des Kindes geschickt abzufedern verstehen. Diese Naht verhindert, dass das Futter ausreißt. Dann erfolgt das Vernähen der Außenhaut. Legen Sie das durchgängigen Rückenteil mit der linken Seite vor Ihnen auf den Tisch und fixieren Sie zunächst die beiden Flügel des Vorderteils. Erst dann erfolgt das Einsetzen des Reißverschlusses und das Verbinden der unteren Borten. Neugeborene sollten Aufnäher und andere Applikationen nicht mit den Fingern erreichen können und daher sind hübsche Verzierungen am unteren Rand des Schlafsacks hervorragend aufgehoben.